Zucht und Haltung von Agaporniden

Ratschläge und Tipps zur Haltung und Pflege

Unterbringung:

Das Pfirsichköpfchen ist wie seine Artgenossen ein Vogel, der die Gemeinschaft braucht. Daher  mindestens zwei Tiere zusammen halten. Wenn man den Vögeln täglich Freiflug gewährt, ist ein Käfig von 80x40x40 cm ausreichend. Der Fachhandel bietet eine Vielzahl von Käfigen. Wählen Sie die Sitzstangen in unterschiedlichen Stärken, angepasst an die Füße der Vögel. Zur Abwechslung sollten Sie ihnen frische Zweige der verschiedenen Obstgehölze zusätzlich anbieten. Sie bieten nicht nur weitere Sitzmöglichkeiten, sondern werden auch gerne benagt. Als Bodenbelag des Käfigs können Sie zwischen Natur-Einstreu  (Hanfstroh, Buchenholzgranulat, etc.) und  Vogelsand wählen. Auf jeden Fall gehört aber noch ein Kalkstein dazu. Daran wetzt der Vogel seinen Schnabel, um ihn als Werkzeug zum Körnerfressen brauchbar zu erhalten.

Verwenden Sie Natur-Einstreu müssen Sie zusätzlich Gritt anbieten der Vogel benötigt die kleinen Steinchen zur Verdauung im Muskelmagen.

Sollen die Vögel mit anderen Agaporniden vergesellschaftet werden, ist es ratsam in die Voliere frische Zweige zu hängen und die Voliere umzugestalten bevor Sie die Neuankömmlinge einsetzen. Die Vögel werden dann zuerst ihrem Nagetrieb nachgehen und bemerken dann ganz nebenbei die neuen Partner (weniger Verletzungen). Sie sollten vor einem Überbesatz der Voliere absehen, Agaporniden können recht streitsüchtig sein. Die Vögel müssen in dieser Eingewöhnungsphase natürlich öfters beobachtet werden.

Trink und Badewasser täglich wechseln.



Versorgung

Versorgung der Agaporniden / Unzertrennliche

Die Agaporniden gehören zu denjenigen Vogelarten, die sich überwiegend durch Körner ernähren. Deshalb besteht die Hauptnahrung auch aus einem speziellen Körnergemisch, das u.a. Spitzsaat, verschiedene Hirsesorten und Hafer enthält. Hier können Sie sich auf den Fachhandel verlassen. Er führt Fertigmischungen, die auf die Bedürfnisse der Vögel abgestimmt sind. Füttern Sie reichhaltig, erziehen Sie ihre Vögel aber dazu, dass alle Saaten verzehrt werden. Es ist recht praktisch, wenn Sie beim täglichen Füttern zuerst die leeren Spelzen auspusten, dann zuunterst in den Napf das frische Futter geben und obenauf das restliche vom Vortag. Verschmutztes Futter werfen Sie weg. So gewährleisten Sie, dass der Vogel trotz guter Saatmischung sich nicht nur einseitig ernährt. Frisches Obst und Gemüse, von dem Sie wissen, dass es nicht mit Pestiziden behandelt ist, eventuell aus Ihrem eigenen Garten kommt, sorgt für eine abwechslungsreiche und damit verbesserte Ernährung.
Jeder Vogel ist individuell d. h. nicht jeder frisst Salat oder Möhren. Finden Sie es heraus was Ihre Vögel gerne an Obst, Gemüse, Kräuter, Wildkräuter, etc. aufnehmen.
Kolbenhirse (ich bevorzuge die Rote) werden gerne genommen und könnte ein Lockfutter sein um die Vögel nach dem Freiflug wieder in ihren Käfig zu locken.
Platzieren Sie die Futter- und Wasserbehältnisse so, dass sie von oben nicht verkotet werden können. Futter und Wassergefäße täglich reinigen, halten Sie zwei Garnituren bereit und wechseln diese täglich.

Kalkstein oder Mineralstein, Vogelsand mit kleinen Steinchen sind für eine gute Versorgung notwendig.






Die ersten Tage

Gewöhnen Sie Ihre neuen Hausgenossen die ersten Tage mit viel Umsicht und Ruhe an ihre neue Umgebung, vermeiden Sie hektische, schnelle Bewegungen in ihrem Umfeld. Beim Annähern wirkt es beruhigend, wenn Sie mit ruhiger, sanfter Stimme die Vögel ansprechen. Damit werden sie bald Ihre Stimme mit den angenehmen Dingen, wie neues Futter usw. verbinden. Früher wurde vielfach vermutet, dass nur einzeln gehaltene Vögel zahm werden, doch heute ist man klüger. Bei intensiver Beschäftigung mit ihren Vögeln ist auch gewährleistet, dass diese zahm werden. Erst nach etwa 2 Wochen sollten Sie ihren neuen Mitbewohnern den ersten Zimmer – Freiflug erlauben. Vergewissern Sie sich aber, dass alle Fenster und Türen verschlossen sind und Elektrogeräte, offene Kochtöpfe keine Gefahr bieten. Der Vorhang am Fenster muß zugezogen sein, weil der Vogel die Glasscheibe nicht sehen kann und dagegen fliegen wird. Frontale Zusammenstöße sind oft tödlich. Mit etwas Geduld und dem verlockenden Futter werden sie von selbst in ihren Käfig zurückkehren. Sie sollten die Vögel ausschließlich im Käfig füttern. Agaporniden sind ausgesprochene Nager, sie werden vor ihrem „teuren Schrank“ nicht halt machen – bitte dies zu bedenken.






Fütterung meiner Agaporniden

 

Fütterung meiner Agaporniden

Fütterung meiner Agaporniden. Die Futtermischung die meine Agaporniden bekommen wird täglich frisch zubereitet. Der hier abgebildete Löwenzahn wird je nach Saison durch andere Kräuter, Gemüse oder Salate ersetzt.

Bestandteile der Mischung:
Mischung
 Nackthafer  Taubenfutter gegwollen
Nackthafer, Getreide mit hohem Stellenwert in der vollwertigen Ernährung. Taubenfuttermischung: betsteht aus Dari, Weizen, Kardisaat, Wicken, Linsen, Sorghum, Katjang, Paddyreis und Buchweizen.
Negersaat Leinsamen
 Negersaat, ölhaltige Saat mit hohem Fettgehalt. Leinsamen haben eine hohe Konzentration an
Omega-3-Fettsäuren.
 Karotten  Petersilie / Oregano Mischung
Karotten haben vorwiegend α- und β-Carotin, sowie Provitamin A. Petersilie / Oregano Mischung getrocknet
Petrsilie: Inhaltstoffe ätherische Öle wie z. B. Myristicin, Limonen.
Oregano: Ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol und p-Cymol, Gerb- und Bitterstoffe. Hoher Vitamin C Gehalt.
Löwenzahn Kadisaat und geschälte Sonnenblumenkerne
Löwenzahn enthält wichtige Bitterstoffe, Vitamin C, Kalium, Eiweiß, Fettsäuren und Mineralstoffe. Kadisaat und geschälte Sonnenblumenkerne
Kadisaat: hoher Anteil an Vitamin E und Linolsäure.
Sonnenblumenkerne haben einen hohen Vitamin E Gehalt
Grit Eierschalen
 Vogelgrit, Mineralstoffe und Magensteinchen zur Verdauung.  Eierschalen, nur von abgekochten Eiern bestehen
zu 90 % aus Calciumcarbonat gleich Kalk.
Quelle: Wikipedia

Dazu kommen noch rote Kolbenhirse, Silberhirse, Japanhirse und Kanariensaat alles gut durch gemischt.

Die fertige Mischung.

 fertige Mischung
Je nach Jahresverlauf (z.B. Zuchtvorbereitung, Zucht, Ausstellung Ruhezeit, Mauser) variiert die Zusammensetzung der Mischung. Während der Jungenaufzucht wird täglich noch Eifutter verabreicht. Das Taubenfutter wird gegwollen / gekeimt.