Bourkesittich (Neopsephotus bourkii)

Bourkesittich (Neopsephotus bourkii)

Bourkesittich (Neopsephotus bourkii)
Bourkesittich (Neopsephotus bourkii)
2021 Landesgruppensieger BW Bourkesittiche
Bourkesittich (Neopsephotus bourkii)
Bild zeigt ein Bourkesittich (Neopsephotus bourkii)
Bourkesittich (Neopsephotus bourkii)

Systematik:

Klasse: Vögel (Aves), Ordnung: Papageien (Psittaciformes), Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae), Tribus: Plattschweifsittiche (Platycercini), Gattung: Bourkesittiche (Neopsephotus), Art: Bourkesittich, Wissenschaftlicher Name Neopsephotus bourkii, (Gould 1841).

Verbreitung und Lebensweise:

Angestammter Lebensraum der Bourkesittiche ist die trockene, mit Akazien bewachsene, Strauchsteppe im Binnenland Australiens. Bourkesittiche halten sich vorwiegend am Boden auf, da ihre Nahrung hauptsächlich aus Pflanzensamen und Gras besteht. Bourkesittiche leben paarweise oder in Gruppen von etwa 20 bis 30 Tieren, in der Trockenzeit aber gelegentlich auch in größeren Schwärmen bis etwa 100 Vögel. Die Tiere sind dämmerungsaktiv, also bevorzugt am frühen Morgen oder am Abend aktiv. Sie leben nomadisch und folgen dabei hauptsächlich dem Nahrungsangebot.
Sie sind Höhlenbrüter, ihre Brutzeit liegt zwischen August und Dezember. Das Gelege, das aus durchschnittlich drei bis sechs Eiern besteht, wird allein vom Weibchen bebrütet. Das Männchen übernimmt dabei die Fütterung des Weibchens. Die Brutdauer beträgt im Durchschnitt 18 Tage. Die Jungtiere sind nach etwa vier Wochen flugfähig und nach weiteren ein bis zwei Wochen selbstständig. Die Lebenserwartung liegt bei etwa zehn bis zwölf Jahren.

Haltung als Heimtiere:

Die ersten lebenden Exemplare kamen im Jahr 1867 nach Europa und wurden im Londoner Zoo gezeigt. Erste Zuchterfolge gelangen zehn Jahre später in Belgien, 1880 in Deutschland und 1906 erstmals in England. Bourkesittiche sind als Heimtiere vergleichsweise leicht zu halten, jedoch nicht so populär wie beispielsweise Wellensittiche oder Nymphensittiche. Sie wurden und werden zum Teil wegen ihrer Ähnlichkeit im Körperbau fälschlicherweise für rote Wellensittiche gehalten oder als solche verkauft. Auch gab es erfolglose Versuche, rote Wellensittiche durch Kreuzung mit Bourkesittichen zu züchten.
Für Unterbringung, Fütterung und sonstige Haltungsbedingungen gelten im Wesentlichen die gleichen Bedingungen wie für Wellen- oder Nymphensittiche. Bourkesittiche vertragen sich mit diesen Arten im Allgemeinen gut, so dass eine Vergesellschaftung bei ausreichendem Platzangebot kaum Probleme bereitet. Bei einer Haltung in der Wohnung und damit dem Kontakt zum Menschen sind ihre Dämmerungsaktivität sowie ihre Vorliebe für den Aufenthalt am Boden und die damit verbundenen Gefahren zu beachten.

Quelle: Wikipedia