Graukopfpapagei (Poicephalus fuscicollis fuscicollis)
Hier ein visueller Eindruck des Graukopfpapageis (Poicephalus fuscicollis fuscicollis) – lebhaft grün, charakteristisch mit hellgrauem Kopf.
Systematik
- Art / Gattung: Poicephalus fuscicollis, Gattung Poicephalus, Familie Psittacidae, Ordnung Psittaciformes
- Unterarten:
- P. f. fuscicollis (Nominatform, Westafrika)
- P. f. suahelicus (Graukopfpapagei im östlichen/südlichen Afrika)
Verbreitungsgebiet & Lebensraum
- Westafrika (P. f. fuscicollis): Gambia, nördliches Ghana, Elfenbeinküste, Togo.
- Östliches/Südliches Afrika (suahelicus): Südkongo, Tansania, Namibia, Angola, Sambia, Botsuana, Südafrika, Ruanda, Burundi, Uganda.
- Lebt in Mangroven, Auwäldern, Baumsavannen sowie Mopane-, Miombo- und Trockenwäldern; Höhen bis 4 000 m möglich.
Ernährung
- Allgemein: Nahrungsgeneralist – Samen, Nüsse, Beeren, Blütennektar.
- Beispielpflanzen: Mabolapflaume, Nyalabaum, Samtmyrrhe, Schwarzakazie, Affenbrotbaum, Kaffirbaum, Mangrovenfrüchte, Eisenholzbaum, Kap- und Eselsfeige.
- Für suahelicus: bevorzugt Früchte wie Marula, Kudu-Beere, Velvet-Kork, Nyala-Baum, Terminalia, Gmelina.
Fortpflanzung
Im Freiland:
- Nistet in natürlichen Baumhöhlen (Stamm oder Astunterseite) – teils auch Baobab oder Mangrovenbäume.
- Gelege: 2–4 Eier, Brutdauer ca. 28–30 Tage, nur Weibchen brütet.
- Nestlingszeit: ca. 68–83 Tage bis zum Fliegenlernen; vollständige Selbstständigkeit nach 4–5 Monaten.
In der Voliere:
- Vertikale Nistkästen (~30 × 30 × 60 cm) geeignet
- Brutverhalten ähnlich wie im Freiland: Gelegegröße & Nestlingszeit weitgehend identisch
Schutzstatus
- IUCN: „Least Concern“ – großes Verbreitungsgebiet, Rückgang nicht schnell genug, um als gefährdet zu gelten
- Regionale Unterschiede:
- Westafrika: selten, teils Rückgang; in Ghana häufiger.
- Südafrika: Bedroht durch Lebensraumverlust, Fang für den Vogelhandel und Konflikte mit Landwirten.
- Ursachen des Populationsrückgangs: Habitatzerstörung (Nistbaumverlust, geringeres Futterangebot), illegaler Handel.
Fazit
Der Graukopfpapagei (Poicephalus fuscicollis fuscicollis) ist ein anpassungsfähiger Generalist, dessen weites Verbreitungsgebiet ihn aktuell vor einem globalen Gefährdungsstatus schützt. Dennoch zeigen regionale Populationsrückgänge – insbesondere infolge von Lebensraumverlust und Fang – dass Schutzmaßnahmen ratsam sind. Eine klare Abgrenzung von verwandten Arten (P. robustus) und das Verständnis seiner Ökologie sind wichtig für gezielte Erhaltungsstrategien. Eine sorgfältige Beobachtung, Schutz von Brutplätzen und Begrenzung des Wildfangs könnten helfen, seinen Bestand stabil zu halten.
Hinweis: Ein Teil oder der gesamte Inhalt dieses Beitrags wurde mithilfe von KI generiert. >Impressum<